Divisionskalkulation

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Folie 1

Kalkulationsverfahren
Übersicht S. 65
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Divisionskalkulation
Unterteilung in:
Einstufige Divisionskalkulation
 Mehrstufige Divisionskalkulation
 Divisionskalkulation mit
Äquivalenzziffern

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Folie 3

Divisionskalkulation
Unterteilung in:

Einstufige Divisionskalkulation
Nur für Betriebe mit einem Produkt geeignet, welches in Massenfertigung
erstellt wird. Es kommen keine Einzel- oder Gemeinkostenunterscheidung
zum tragen. Es gibt keine Kostenstellen. Die Selbstkosten (SK) ergeben sich
aus der Division der Gesamtkosten durch die Produktionsmenge einer
Periode.
Gesamtkosten der Herstellung
Kosten/St = Ausbringungsmenge der Periode
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
Mehrstufige Divisionskalkulation
Ihre Grundannahme ist, dass nicht alle gefertigten Produkte auch
verkauft werden. Keine Aufteilung in Herstell-, Verwaltungs- oder
Vertriebskosten.
Herstellkosten
Kosten/St =
Produktionsmenge
Herstellkosten1
Kosten/St =
Verwaltungs- und Vertriebskosten
Produktionsmenge1
+
Herstellkosten n
Produktionsmenge n
Absatzmenge
+
Verwaltungs- und Vertriebskosten
Absatzmenge
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Folie 5

Divisionskalkulation mit Äquivalenzziffern
Sie ist sinnvoll bei der Sortenfertigung gleichartiger Artikel, welche
jedoch nach Größe, Materialeinsatz oder Bearbeitungszeit
unterschieden werden. Die Artikel werden mithilfe der
Äquivalenzziffern vergleichbar gemacht und dann zu gleichwertigen
Verrechnungseinheiten zusammengefasst.
Sorte 1
3000 St
Äquivalenzziffer 1,0
Sorte 2
1500 St
Äquivalenzziffer 0,7
Sorte 3
3300 St
Äquivalenzziffer 2,3
Sorte 4
2850 St
Äquivalenzziffer 1,8
Die Gesamtkosten betragen 1.680.350,00 €. Für jede Sorte werden die
anteiligen Gesamt- und Stückkosten ermittelt.
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
Divisionskalkulation mit Äquivalenzziffern
Sorte
Produktions
menge in St.
Äquiv. - Rechenein
ziffer
heiten
Kosten /
Recheneinheit
Anteilige
Gesamtkosten
Prod.
menge
Stückkosten
1
3000
1,0
3000
100,20 €
300600
3000
100,20
2
1500
0,7
1050
100,20 €
105210
1500
70,14
3
3300
2,3
7590
100,20 €
760518
3300
230,46
4
2850
1,8
5130
100,20 €
514026
2850
180,36
Summe =
16.770
Prodm. X
Summe
Ges.kost
1.680.354
Äqziff. = Rechneinh. X Kosten/Einheit = ant. Ges.ko. / Prod.m. = St. Ko.
Kosten pro Recheneinheit = Gesamtkosten / Recheneinheiten
1.680.350 € /16.770 RE = 100,20 €/St
Die Genauigkeit dieser Rechenart hängt von den Äquivalenzziffern ab. Diese sollten
möglichst genau der unterschiedlichen Kostenverursachung entsprechen z.B Verbrauch
Rohstoff oder Arbeitszeit, …)
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Übung Prüfung 2006 Aufgabe 6
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Folie 8
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Folie 9
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Folie 10

Zuschlagskalkulation
Sie unterscheidet sich in:

Einstufige Kalkulation (Hier liegt nur eine Kostenstelle
vor)

Mehrstufige Kalkulation (Das Produkt durchläuft mehrere
Kostenstellen)
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 Einfache
Kalkulation
Sie ist ein einfaches aber ungenaues Verfahren der
Kalkulation da keine Kostenstellenrechnung notwendig ist.
Sinnvoll ist sie nur wenn wenige Gemeinkosten anfallen,
da diese den Einzelkosten in Form von Zuschlagsätzen
zugerechnet werden.
Gemeinkosten X 100
Einzelkostengrundlage
Einzelkostengrundlage kann sein:
Fertigungsmaterial oder Fertigungslohn
oder die Summe aus beiden
Hier wird nur eine einzige
Zuschlagsbasis
Für alle Gemeinkosten
verwendet!
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
Einfache Kalkulation
Beispiel:
Fertigungsmaterial
Fertigungslöhne
Summe d. Gemeinkosten
Basis
120.000 €
140.000 €
195.000 €
Formel
Zuschlagssatz
Fertigungsmaterial
195.000 € X 100
120.000 €
= 162,50 %
Fertigungslöhne
195.000 € X 100
140.000 €
= 139,29 %
195.000 € X 100
260.000 €
= 75,00 %
Summe aus
Fertigungsmaterial
und
Fertigungslöhne
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
Einfache Kalkulation
Beispiel bei 1.800 € Fertigungsmaterialkosten und 3.700 € Fertigungslöhnen sind folgende
Möglichkeiten der Kalkulation möglich.
Basis Fertigungsmaterial
Fertigungsmaterial
Fertigungslöhne
= Einzelkosten
+ Gemeinkosten (162,5 % von 1.800 €)
Selbstkosten je Stück
1.800 €
3.700 €
5.500 €
2.925 €
8.425 €
Basis Fertigungslöhne
Fertigungsmaterial
Fertigungslöhne
= Einzelkosten
+ Gemeinkosten (139,29 % von 3.700 €)
Selbstkosten je Stück
1.800 €
3.700 €
5.500 €
5.153,73 €
10.653,73 €
Basis Summe Fertigungsmaterial + Fertigungslöhne
Fertigungsmaterial
Fertigungslöhne
= Einzelkosten
+ Gemeinkosten (75 % von 5.500 €)
Selbstkosten je Stück
1.800 €
3.700 €
5.500 €
4.125 €
9.625 €
Die Differenzen
zeigen die
Ungenauigkeit
der
summarischen
Zuschlagskalkula
tion
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
Differenzierte
Zuschlagskalkulation
Gemeinkosten werden hier
getrennt in
-Material,
-Fertigung,
-Verwaltung
-und Vertrieb.
Daher ist Ihre Genauigkeit sehr hoch.
Die prozentualen Zuschlagsätze
stammen aus dem BAB.
Gemeinkosten X 100
Einzelkostengrundlage
Kalkulationsschemata\Erweiterte
Vorwärtskalkulation.xls
Hier werden die jeweiligen
Einzelkosten den
zugehörigen Gemeinkosten
als Basis zugerechnet.
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Beispiel Vor-, Zwischen- und
Nachkalkulation
Beispiel Seite 58 Skript
Vor- Nachkalkulationsbeispiel
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Folie 16

Kostenträgerstückrechnung

Vor- und Nachkalkulation (bei differenzierender Zuschlagskalkulation)
Aufbau und Bedeutung
Mithilfe der Kostenträgerrechnung werden Aufträge vor- und
nachkalkuliert. Die Vorkalkulation steht zeitlich vor der
Leistungserstellung. In ihr werden die Kosten abgeschätzt, um ein
Angebot abgeben zu können. Die Einzelkosten könne relativ genau
ermittelt werden, die Gemeinkosten werden mit Durchschnittswerten
angesetzt. Hier kann im Vorfeld bereits entschieden werden, ob ein
Auftrag angenommen werden soll oder nicht.
Kalkulationsschemata\Erweiterte Vorwärtskalkulation.xls
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Folie 17

Kostenträgerstückrechnung

Vor- und Nachkalkulation (bei differenzierender Zuschlagskalkulation)
Fazit
Die Vorkalkulation arbeitet mit Sollkosten, die nach Erfahrungssätzen
von der Produktion zu einem vorläufigen Angebotspreis führen. Bei
der Nachkalkulation stehen die Istkosten durch Verbrauchsmessung
nach der Produktion für den endgültigen Verkaufspreis zur Verfügung.
Vorkalkulation: Auch Angebotskalkulation, sie liegt zeitlich vor dem
eigentlichen Fertigungsprozess und basiert auf den erwarteten Kosten,
(Soll- oder Normalkosten) sie beruht auf den geplanten Einzel- und
Normalgemeinkosten.
Nachkalkulation: Ist eine Kontrollrechnung, die den Sollkosten der
Vorkalkulation die tatsächlichen Kosten (Istkosten) gegenüberstellt. Sie
misst im Vergleich mit den Sollwerten den tatsächlichen Erfolg eines
Auftrages.
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Folie 18

Kostenträgerstückrechnung
 Fazit:
vollständiges Schema
Sondereinzelkosten Vertrieb // Fertigung
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
Der Maschinenstundensatz
Um die maschinenabhängigen Kosten zum Maschinenstundensatz
zusammenzufassen, werden die Fertigungsgemeinkosten einer Kostenstelle in
maschinenabhängige und maschinenunabhängige Gemeinkosten aufgegliedert.
Maschinenabhängige
Fertigungsgemeinkosten
Maschinenunabhängige
Fertigungsgemeinkosten
Raumkosten
Hilfslöhne
Instandhaltungs-, Wartungskosten
Gehälter
Kalkulatorische Abschreibungen
Sozialkosten
Kalkulatorische Zinsen
Heizkosten
Werkzeugkosten
Sonstige Fertigungsgemeinkosten
Energiekosten
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
Maschinenstundensatzrechnung
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
Maschinenstundensatzrechnung
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

Zu 1.) Kalkulatorische Abschreibung:
Wiederbeschaffungskosten / 12 Jahre Abschreibung / 12 (um
monatliche Rate zu erhalten)
Zins
Anschaffungskosten
Zu 2.) Kalkulatorische Zinsen:
K= Anschaffungskosten
K*p*t
100*12
/ 2)

Zu 3.) Energiekosten:
Energieverbrauch pro h * Kosten pro Einheit
DM*Wochenarbeitsstunden+Grundgebür

Zu 4.) Reparatur und Wartung
nur die Gemeinkosten pro Jahr aufnehmen / 12 Monate

Zu 6.) Werkzeugkosten
Kosten aufnehmen

Zu 7.)Betriebsstoffkosten
Kosten aufnehmen
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
Maschinenstundensatz
Der Maschinenstundensatz findet Anwendung
in der Angebotskalkulation, da wir aus
Fertigungsplänen die Maschinenlaufzeiten
ermitteln, werden die Einzelkosten direkt und
die Gemeinkosten durch Multiplikation mit
der Laufzeit errechnet.
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
Übung Maschinenstundensatz
Es wurde für eine neue Maschine der Maschinenstundensatz
ermittelt. Die jährliche Laufzeit reduziert sich auf 1.000 h. Für diese
verringerte Laufzeit verlängert sich die Nutzungsdauer auf 10 Jahre
und der Instandhaltungskostensatz reduziert sich auf 6%.
Berechnen Sie den neuen Maschinenstundensatz. Verwenden Sie die
nachfolgende Abbildung.
Übungsaufgaben\Übung Maschinenstundensatz.xls
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Folie 25

Maschinenstundensatz
 Kalkulationsschema
mit Maschinenstundensatz
Sondereinzelkosten Vertrieb
Kalkulationsschema
mit Maschinenstundensatz
// Fertigung